Bericht 2

Barhöft: 14.6.2009

Die letzten beiden Wochen vor der Abreise wurden noch mal stressig, zum Glück hatte ich schon Urlaub, denn es stand die gesamte Bunkerei noch an. Eingekauft wurde in Berlin, Greifswald und Stettin. Stettin war wegen der Getränke günstig. So konnten über 60 Euro Flaschen- und Dosenpfand gespart werden und zudem gibt es jetzt das wirklich gute polnische Bier für die nächsten Wochen. Auch kiloweise Bücher, Ersatzteile, das neue Schlauchboot und der schwere 5 PS Aussenborder brauchten noch ihre Plätze. Zum Glück blieb die Wasserlinie unserer Taras relativ unbeeindruckt von den Mengen. Mehr als 4 bis 5 cm ist sie wohl nicht „in die Knie“ gegangen.

Am Wochenende (13./14. Juni) gings nun endlich los. Wurde auch Zeit. Natürlich hatten wir Westwind, kein Wunder wir wollen ja auch nach Westen! Katrins Magen- Darmtrakt hatte sich gerade erholt und vertrug die Tour gut. In Stralsund wurde dann wiedermal Abschied gefeiert. Lutz und Ilona kamen aus Geesthacht und abends gesellten sich noch Frank und Tine zu uns. Es wurde wie immer lang und lustig. Es ist ein schönes Gefühl tolle Freunde zu haben. Da ist es für uns eben ein Muss sich richtig zu verabschieden. Ein Besuch im neuen Ozeaneum von Stralsund war auch noch drin. Vor allem die lebensgroßen Nachbildungen der Wale sind beeindruckend. Die bis zu 34 Meter Länge 200 Tonnen Gewicht von einem Blauwal sind so gewaltig, das man sich bei einer Begegnung (unsere Taras ist nicht mal 12 Meter lang) sicherlich sehr sehr klein vorkommt. Schockierend waren die Berichte über die Realität der Hochseefischerei. Schon aus diesem Grunde sollte man sich das Ozeaneum irgendwann mal antun.
Heute ist nun auch schon der erste Crewwechsel. Meine Eltern werden mich ab Montag für eine Woche begleiten. Leider ist weiterhin Westwind angesagt. Und so werden wir uns die Ostsee wohl erkämpfen müssen.