Bericht 22

Freitag, den 22. Januar 2010
Admirality Bay, Bequia, Grenadinen, Caribic

Wir sind noch immer im Staat „St. Vincent und die Grenadinen“ der Staat besteht immerhin aus 33 Inseln und so hat man doch eine recht große Auswahl, von reich bis arm, von exclusiv bis abenteuerlich. In den ersten 3 Tagen unseres Besuches hier waren noch Frank und Tine an Bord und wir mussten uns beeilen die Grenadinen zu durchqueren um nach St. Vincent und ihren dort gebuchten Flieger zu kommen. Die 35 sm nach St. Vincent segeln wir im wolkenbruchartigen Regen und bei Starkwind von bis zu 30 kn.  Auf den berühmten Tobago Cays, dem Schnorchelrevier schlechthin, hatten wir nur einen Nachmittag und so war es nicht verwunderlich, dass wir –nach dem wir beide wohlbehalten und pünktlich abgeliefert hatten- wieder zurück segelten. Vorher segelten wir aber nur bis nach Bequia um unsere holländischen Freunde von der „Nebulae“ wieder zu treffen. Auch waren einige Arbeiten am Schiff fällig, die schon viel zu lange aufgeschoben wurden. Katrin griff auch noch zur Schere und befreite ihre Männer von ihren viel zu langen Haaren. Nachmittags kam ein Schlauchboot vorbei und Bettina vom Yachtclub Diensdorf grüßte fröhlich hinauf. Na das war vielleicht eine Überraschung. Sie war mit einem Charterboot hier in der Gegend unterwegs und hat uns tatsächlich gefunden. Abends trafen wir uns alle in der Strandbar und es wurde ein ziemlich feucht-fröhlicher Abend.
Einen Tag später entdeckten wir übrigens noch das „Devils Table“, eine Bar in der es Rum mit Cola (und nicht umgedreht) in Massen und zu verträglichen Preisen gibt.

Es ist auch wieder mal notwendig Frischwasser zu Bunkern und so kaufe ich für 20 EC Doller 25 Gallonen Trinkwasser. Ich fülle es in Kanister und bringe es zum Boot. Meine Kanister sind teilweise durchsichtig und was ich jetzt da drin schwimmen sehe, sieht nicht wirklich nach Trinkwasserqualität aus. Mit Sand und Algenteilen kann man ja noch leben, aber in einem der Kanister schwimmen doch tatsächlich noch einige Kleinstlebewesen herum, die wie auch immer, sämtliche Wasserleitungen schadlos passiert haben müssen. Das teure Wasser können wir aber auch nicht wegschütten, besseres wird es hier kaum geben. Also baue ich mittels einer Elektropumpe und einem Aktivkohlefilter eine kleine Wasseraufbereitungsanlage. Das gefilterte Wasser wird zum Schluss noch mit Silberionen behandelt um es keimfrei zu machen. Nach einigen Stunden Arbeit kann es nun doch in den Tank gefüllt werden. Von nun an nutzen wir konsequent unseren Wassermacher. Er bringt zwar nur 4 bis 5 Liter Wasser pro Stunde, dafür ist es aber von bester Qualität.

Katrin fing sich leider irgendwo einen kleinen Virus ein (es lag bestimmt nicht am Wasser) und so geht es ihr schon seit 5 Tagen nicht sonderlich gut. Trotzdem sind wir die 20 sm zurück zu den Tobago Cays gesegelt und haben dort zu dritt ganz ruhig und sehr relaxt ihren Geburtstag gefeiert. Die Cays sind aber auch ein traumhaftes Naturparadies. An Land leben viele Vogelarten, seltene Echsen und Schildkröten. Im Wasser tummeln sich die buntesten Fische, Wasserschildkröten und sogar eine Seeschlange haben wir beobachtet. Die schönste Unterwasserlandschaft war am Außenriff zu finden, hier schwimmt man zwischen den Korallen wie in einem tropischen Aquarium. Ich teste endlich mal mein wasserdichtess Gehäuse für die Fotokamera. Von einem Fischer kaufen wir einen kleinen Tunfisch, der uns zwei lecker Mahlzeiten beschert. Das Preisniveau auf den Inseln ist übrigens ziemlich hoch, da die Einheimischen auch in den Supermärkten einkaufen fragen wir  uns oft wie das wohl funktioniert. Schmerzlich vermissen wir eigentlich nur das leckere deutsch Vollkornbrot. Unsere Backmischungen sind leider fast aufgebraucht, hoffentlich ist in Martinique was zu bekommen.

Heute sind wir über Canouan, der ärmsten Grenadineninsel wieder hinauf nach Bequia gesegelt. Hier haben wir schon mal ein Restaurant getestet in dem wir zusammen mit Falk und den Holländern Katrins Geburtstag nachfeiern wollen. Katrin möchte sich an dieser Stelle herzlich für die vielen Geburtstagsgrüße von euch bedanken, die bei uns via Iridium, SMS oder über die Homepage eingegangen sind. Morgen segeln wir dann wieder nach St. Vincent um einen Tag später unseren Falk vom Flughafen abzuholen. Mit ihm zusammen geht’s dann langsam Richtung Martinique, wir freuen uns schon drauf.

Seid lieb gegrüßt von der

Taras-Crew.

PS: Unsere Freunde von der Aorai und der Eden sind zwischenzeitlich wohlbehalten in Gambia eingetroffen in der kommenden Woche wollen sie nach Brasilien aufbrechen, wir wünschen euch eine sicher und havariefreie Überfahrt.