Bericht 33

Freitag, den 4. Juni 2010

Horta, Faial, Azoren 

Morgen geht’s los. Die letzte große Atlantikstrecke liegt vor uns. Tommy und Christoph sind planmäßig am Mittwoch aufgestiegen und die anstehenden Arbeiten sind erledigt.  Der Motor läuft wieder, mit einer neuen (alten) Umwälzpumpe im Leib und auch die Verproviantierung ist fast abgeschlossen. Tommy hat seinen Stammplatz in der Pantry schon wieder fest im Griff und ich bin den Job für die nächsten drei Wochen zum Glück los.

Einmal ging es für mich noch hoch in den Mast um alles zu checken. Es war auch höchste Zeit. Das Genuafall (das zum setzen den Vorsegels) war bis zur Hälfte durchgescheuert und hätte auf dem Atlantik sicherlich für eine böse Überraschung sorgen können.

Für Spektakel sorgte gestern die Sajonna, eine englische Maxiyacht von sagenhaften 115 Fuß Länge. Die fällt dann sogar hier auf. Nach einigen Versuchen hat die bezahlte Crew das Schiff aber sauber mit dem Heck zum Steg angelegt.

Heute fanden wir dann auch Zeit unser Bild an die Hafenmole zu malen. Es soll ja wohl Unglück bringen wenn man hier kein Bild hinterlässt. Daher haben wir uns auch ganz besondere Mühe gegeben und sind Stolz auf unser Kunstwerk.

Mit der Crew der Big Bully haben wir noch einen schönen Abend im Cafe Sport verbracht. Auch Hannes, der aus Greifswald kommt und Einhand auf der Atlantikschleife unterwegs ist, haben wir hier getroffen. Nataly und Lionel unsere Freunde aus Frankreich haben am letzten Wochenende mit ihrem 34 Fuß Alu-Boot Horta erreicht. Sie waren 24 Tage unterwegs. Es war bei ihnen allerdings ziemlich aufregend. Weil ein Landsmann von ihnen mit einer 32 Fuß Yacht (Show 32) ganz bei ihnen in der Nähe untergegangen ist. Der Mann war einhand unterwegs und wurde von einem anderen Boot aufgefischt.

So, jetzt ist das Essen gleich fertig und der Koch ruft schon. Heute Abend noch einmal duschen und morgen früh heißt es dann Irland wir kommen.

Es grüßt euch lieb die Taras-Crew