Bericht 34

Mittwoch, den 23. Juni 2010
Dublin, Irland

Hurra Deutschland hat die Vorrunde überlebt, war ja nicht ganz einfach gegen Ghana. Aber immerhin, die Iren im Pub waren ziemlich geschlossen für die Deutsche Mannschaft. Der Barkeeper erzählte mir, er hat 40 Euro auf Deutschland gesetzt. Nicht für die Vorrunde, sondern auf den Gesamtsieg. Ich wünschte ihm, dass er seinen Einsatz nicht verliere. Nun aber, oh Schreck müssen wir am Sonntag gegen England spielen. Da werden wir dann schon in Nordirland sein und das gehört ja bekanntlich zum Königreich. Zur Not werden wir halt leise jubeln, wenn es denn was zum Jubeln gibt.

Vor ein paar Tagen sind wir die 160 sm von Kinsale nach Dublin gemotort. Gegen den leichten Nordwind hatten wir unter Segeln keine Chance. Lediglich die letzten 20 sm sind wir aufgekreuzt, weil der Wind auf 4 Bf zunahm und die Strömung kräftig mitschob.
Zuerst ging’s für uns direkt nach Dublin in den Industriehafen. Die dortige Marina  Poolbeg war damit nicht wirklich idyllisch gelegen, trotzdem werden Besucheryachten gnadenlos abkassiert 3,90 € pro Meter Schiffslänge. Aber immerhin ist die Stadt fußläufig zu erreichen. Für Tommy und mich ging’s am Tag darauf dann in die Innenstadt zum Sightseeing. Christoph musste erstmal ausschlafen nach einem etwas anstrengenden Abend zuvor. Im Clubhaus der Marina war nämlich große Geburtstagsparty und wir durften mitfeiern.
Dublin ist, jedenfalls für Berliner recht überschaubar. Ein Drittel der Iren lebt zwar hier, also rund 1 Mio., aber trotzdem kann man die Sehenswürdigkeiten der Stadt gut zu Fuß erreichen.
So standen das Trinity College, die Nationalbibliothek und natürlich die Grafton Street auf dem Programm. 
Da es für mich in Familie ja noch einmal in die Stadt gehen wird und wir am gleichen Tag noch unseren letzten Hafen erreichen wollten, ging es nach wenigen Stunden per Taxi wieder zurück zur Marina Poolbeg. Wir verlegten nachmittags in den Yachtclub Howth. Howth ist ein nördlicher Vorort von Dublin und zugleich mondäner Ferienort. Mit 3,20 €/m  ist das Ganze dann auch noch relativ preiswert.

Morgen steigen Katrin und Julius wieder auf und dann brechen unsere letzten 7 Wochen an. Um den 10 August wollen wir in Greifswald und kurz danach zuhause in Berlin eintreffen. Am Samstag geht es für uns erstmal weiter Richtung Nordirland und danach rüber nach Schottland. Wir halten euch auf dem laufenden.

Seid lieb gegrüßt von der neuen alten

Taras-Crew.

 

Ich habe meine Pflege- und Wartungsarbeiten an Taras fast abgeschlossen